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Die Historische Erinnerungskraft Der Manuelinik Anhand Des Hieronymusklosters in Lissabon Albrecht Kober

Die Historische Erinnerungskraft Der Manuelinik Anhand Des Hieronymusklosters in Lissabon

Albrecht Kober

Published May 6th 2014
ISBN : 9783656648109
Paperback
36 pages
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 About the Book 

Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Europa, Note: 1,3, Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg (Romanistik), Veranstaltung: Seminar: Wandlungen des Schonheitsbegriffs von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert,MoreStudienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Europa, Note: 1,3, Martin-Luther-Universitat Halle-Wittenberg (Romanistik), Veranstaltung: Seminar: Wandlungen des Schonheitsbegriffs von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert, Sprache: Deutsch, Abstract: Als der Abend sich auf die verodete Stadt niedersenkte, schien sie ganz ein Feuermeer zu werden: es war so hell, dass man einen Brief lesen konnte. An 100 Orten mindestens stiegen die Flammen empor und wuteten sechs Tage lang. Was das Erdbeben verschont hatte, verzehrten sie. Versteinert von Schmerz starrten Tausende nach ihnen hin, indessen Weiber und Kinder alle Heiligen und Engel um Hilfe anflehten. Die Erde bebte zugleich immerfort, mehr oder weniger, oft eine Viertelstunde ununterbrochen. Diese verzweifelten Worte eines Zeitzeugen des verheerenden Erdbebens von Lissabon illustrieren in erschreckender Art und Weise die grausamen Ereignisse des 1. November 1755, welche Europa noch Jahrzehnte danach beschaftigten sollten. In den fruhen Morgenstunden jenen Tages, welche man ausschliesslich den Feierlichkeiten zum katholischen Hochfest Allerheiligen widmen wollte, bebte in der portugiesischen Hauptstadt die Erde. Und obwohl jener Erdstoss nur ein paar Minuten andauerte, waren die Folgen jedoch von solch katastrophalem Ausmass, dass sie sich tief in das Erscheinungsbild Lissabons sowie dem kulturellen Gedachtnis Portugals und Europas einbrannten. So berichteten Zeitzeugen, wie der bereits Beschriebende, von einer vollig in Trummern liegenden Stadt, die Tausende von Einwohnern unter sich begrub. Die anschliessende Flutwelle aus dem Rio Tejo uberschwemmte den gesamten unteren Teil der Hauptstadt, worauf gegen Abend eine gewaltige Feuersbrunst erbarmungslos alles zerstorte, was bis dahin verschont geblieben war. Insgesamt gehen die Einschatzungen zu diesem Erdbeben, welches von fanatischen Geistlichen spater als Strafe des Himmels fur die in Sunde verkommende Menschheit bezeichnet wurde, von